… obwohl er selbst zum Fürchten aussieht, der Chefkoch Rubio mit all seinen Tätowierungen und dem scharfstechend aufmümpfigen Blick – Italiens quirlige Antwort auf den neuesten Fernsehtrend, anderen Menschen beim Kochen zuzusehen, anstelle sich die eigenen Töpfe schmutzig zu machen.

Jedenfalls sehenswert diese Episode, die den hartgesottenen Chef Rubio in das bei weitem hartgesottenere Hinterland Sardiniens verschlägt, zu absonderlichen Typen in absonderlichen Dörfern inmitten atemberaubender Hügel, und auf eine Delikatessenreise von Schweinehirn über Madenkäse bis zu Schafsdärmen aller Art und in allen Längen.

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Zu Chef Rubio angemerkt sei noch …

  • dass er wider Erwarten nicht von einem Schauspieler dargestellt wird, sondern es ihn tatsächlich gibt und er mit bürgerlichen Namen Gabriele Rubini Italia (*1983 Frascati) heißt.
  • dass er in seiner Jugend ein professioneller Rugby-Spieler gewesen ist, der es sogar in die Serie A der nationalen Rugby-Meisterschaften gebracht hat.
  • dass er einige Zeit in Neuseeland gelebt hat, wo er sich auch all die Tätowierungen eingefangen hat.

 

Zum Film angemerkt sei noch …

  • dass die Anfangsszene vor den Murales gedreht worden ist, den Malereien auf Hauswänden von Orgosolo, mit denen die Bürger ihren Ärger über die herrschenden Zustände kundtaten.
  • dass der Männerchor vor den Murales den Canto a tenore singt, einen uralten Hirtengesang, dessen Ursprünge bis in die bronzezeitliche Nuraghenkultur Sardiniens zurückreichen sollen und der 2005 von der UNESCO unter den Schutz des immateriellen Kulturerbes der Menschheit gestellt worden ist.